Stabile Basis gesucht.
Lösung nach Maß gefunden.

Erfolgsstory Hoffmann Verpackungen

Foto: Günter Hoffmann
Produktion Henstedt-Ulzburg

Die Günter Hoffmann GmbH & Co. KG fertigt hochspezialisierte Kartonverpackungen für Kunden auf der ganzen Welt. In Henstedt-Ulzburg hat das Unternehmen den perfekten Standort für Wachstum und internationale Logistik gefunden.

Wer bei Karton nur an Umzugskartons oder Versandpakete denkt, ahnt nicht, welche technischen Meisterleistungen in diesem Material stecken können. In Henstedt-Ulzburg produziert die Günter Hoffmann GmbH & Co. KG Verpackungen, die unter extremsten Bedingungen funktionieren müssen: in der Hochseefischerei nordischer Gewässer, in feuchten Blumengärtnereien oder als nachhaltige Alternative zu komplexen Kunststoffverpackungen. „Unsere Kartons sind nicht einfach Behälter, sie sind kritische Teile im Produktionsprozess unserer Kunden", erklärt Geschäftsführer Henrik Jensen. Der gebürtige Däne kam 2021 zum Unternehmen und schätzt die immer neuen Herausforderungen. „Bei uns ist fast nichts Standard.“

der rolls-royce unter den kartons

Die Spezialisierung des Unternehmens zeigt sich besonders eindrucksvoll bei der Belieferung der Fischereinindustrie in arktischen Regionen. Günter Hoffmann nimmt in diesem Segment eine dominierende Marktposition ein und versorgt einen Großteil der Fischereiflotte in Skandinavien, Grönland und Neufundland. Die Verpackungen sichern die lückenlose Kühlkette und verhindern so, dass wertvolle Lebensmittel verderben. „Der Karton wird zweimal beschichtet und hat einen wasserfesten Kern“, erklärt Jensen. „Ohne ihn kann gefangener Fisch nicht sachgerecht gelagert werden.“ Ein Versagen der Verpackung hätte gravierende Folgen für die Lebensmittelsicherheit: „Hunderte Kilometer von der Küste entfernt müsste verdorbene Ware entsorgt werden – das sind Millionenwerte und verschwendete Ressourcen.“

Auch in anderen Bereichen überzeugt das Unternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen: von der Fleischindustrie über den Versandhandel bis hin zu komplexen Konstruktionen für die Blumenindustrie. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Verpackungen. Aktuell betreut das Team zehn Projekte für einen großen Möbelhersteller, bei denen Kunststoffverpackungen eins zu eins durch Karton-Fasermaterial ersetzt werden.

von rellingen nach henstedt-ulzburg

Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahr 1959 als Familienbetrieb in der Gemeinde Rellingen nahe Hamburg. Seit 2012 ist Günter Hoffmann Teil der HZI-Gruppe: „Die Zugehörigkeit ist für uns sehr wertvoll“, betont Henrik Jensen. „Wir sind kaum von externen Geldgebern abhängig und können komplexe Anforderungen wie die Nachhaltigkeitsberichterstattung für alle Standorte gemeinsam erfüllen.“

Seit 2014 befindet sich der Hauptsitz von Günter Hoffmann in Henstedt-Ulzburg. Nach der Übernahme des Verpackungsherstellers Osswald war in Rellingen schlicht kein Platz mehr. „Nach dem Umzug konnten wir noch zwei weitere Firmen in unsere Produktion integrieren“, so Jensen. Die Anbindung an die A7 und die Lage auf der „richtigen“ Seite des Elbtunnels sind ideal für die Ausrichtung nach Norden. „Dänemark ist unser zweitgrößter Markt“, erläutert Henrik Jensen. 

grün, effizient und unabhängig

In den letzten Jahren hat das Unternehmen 7,5 Millionen Euro in Automatisierung investiert. Dadurch konnten Prozesse verbessert und ein Wachstum unabhängig vom angespannten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Das Herzstück der Werkshalle bilden hochmoderne Druckmaschinen, Stanz- und Falzanlagen sowie vollautomatisierte Palettierroboter. Anfang 2026 ging eine neue, 37 Meter lange Druckmaschine in Betrieb – das entspricht etwa der Spanne von drei Reisebussen hintereinander. Auch Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Auf dem Dach des Produktionsgebäudes glänzen 2.000 Photovoltaikplatten, die mehr als die Hälfte des Strombedarfs erzeugen. Das Team identifiziert fortlaufend weitere Einsparpotenziale, etwa durch die Nutzung der Abluft von Maschinen. 

starkes netzwerk vor ort

Bei der Nachwuchsgewinnung setzt Günter Hoffmann auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Henstedt-Ulzburg. „Vor einigen Jahren hatten wir noch große Schwierigkeiten, Auszubildende zu finden“, erinnert sich Jensen. Durch die Teilnahme an Jobtouren, Speed-Dating-Events und Jobmessen an Schulen konnte das Unternehmen in diesem Jahr drei neue Auszubildende gewinnen – zwei im kaufmännischen Bereich und einen angehenden Packmitteltechnologen. Auch Veranstaltungen zu Themen wie „Generation 50+" oder Integration schätzt das Unternehmen.

vielfalt macht den unterschied

Apropos Integration: Das Team von Günter Hoffmann ist genauso international aufgestellt wie der Kundenstamm. 95 Mitarbeitende aus 18 Nationen – von Kasachstan über Polen und Russland bis hin zu fünf afrikanischen Ländern – arbeiten hier Hand in Hand zusammen. Für Henrik Jensen zählt nicht die Herkunft, sondern das Engagement: „Bei uns spielt es keine Rolle, woher jemand kommt. Die entscheidende Frage ist: Was für einen Unterschied kannst du für uns machen?”

Diese Weltoffenheit harmoniert bestens mit dem Standort. „Wir profitieren enorm von der starken Nachbarschaft im Industriegebiet“, betont der Geschäftsführer. So habe die Ansiedlung großer Player wie REWE und BOEING zu einer größeren öffentlichen Wahrnehmung des Standorts geführt. Die verkehrliche Anbindung über die A7 ist sehr gut. Zudem ist das Gewerbegebiet mit der AKN-Station Henstedt-Ulzburg über Bus und On-Demand-Shuttle angebunden. Dadurch können Mitarbeitende aus dem Ort und der Region auch ohne Auto gut zur Arbeit kommen. 

beste verbindungen für weiteres wachstum

Auch die regionale Kooperation NORDGATE überzeugt Jensen: „Hier ziehen alle an einem Strang, um den Standort voranzubringen. „Dass sich NORDGATE für den Weiterbau der A20 zur A7 einsetzt, kommt uns sehr entgegen – schließlich ist Dänemark einer unserer wichtigsten Märkte.“ Die neue Verbindung über die A 20 und die Fehmarnbeltquerung wird eine weitere Achse nach Skandinavien schaffen und die stark frequentierte A 7 sowie die Jütlandroute entlasten. In Henstedt-Ulzburg hat das Unternehmen also nicht nur die passende Fläche für sein Wachstum gefunden, sondern das perfekte Gesamtpaket für alles, was kommt.

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