Verbundenheit gesucht.
Freiheit gefunden.

Erfolgsstory tesa

Die tesa SE gehört zu den weltweit führenden Herstellern für technische Klebebänder und selbstklebende Systemlösungen. 2016 eröffnete das Unternehmen in Norderstedt sein neues Headquarter – mit 160 Millionen Euro die größte Investition in der tesa-Historie.

Wer den Markennamen „tesa“ hört, denkt meist sofort an durchsichtigen Klebefilm oder praktisches Maler-Kreppband. Doch die mehr als 7.000 Produkte der größten Tochterfirma des Beiersdorf-Konzerns sind heute vor allem in Smartphones und Tablets, E-Autos, Wirkstoff-Pflastern oder Häuserfassaden zu finden. Mit tesa-Produkten lassen sich darüber hinaus Prozesse in vielen Industriebranchen optimieren, beispielsweise im Bereich „Flexodruck“.

75 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Industrieanwendungen. „In einem modernen Auto sind bis zu 130 High-Tech-Klebebänder verbaut“, erklärt Gunnar von der Geest, Manager Corporate Communications. „Die Klebetechnologie in ihren unterschiedlichen Facetten ist ein riesiger Zukunftsmarkt. Viele Dinge, die heute noch genietet, geschraubt oder geschweißt werden, lassen sich demnächst schnell und sicher miteinander verkleben. Weltweit arbeiten rund 500 Kolleginnen und Kollegen, also mehr als jedes zehnte tesa-Teammitglied, in der Produkt- und Technologie-Entwicklung“, ergänzt der Pressesprecher.

haus der kurzen wege

Um in diesem Zukunftsmarkt auch weiterhin ganz vorne mitzuspielen, eröffnete tesa im Januar 2016 seine neue Firmenzentrale in Norderstedt. Mehr als 120 Jahre waren das Forschungszentrum, das Technologiezentrum und die tesa-Zentrale in den Gebäuden des Mutterkonzerns Beiersdorf im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel angesiedelt. „Doch die Büros und Labore platzten irgendwann aus allen Nähten, Abteilungen waren über mehrere Straßen oder Stockwerke verteilt, was die Zusammenarbeit erschwerte“, berichtet Gunnar von der Geest. „Unsere Vision war es, für die 1.000 Mitarbeitenden einen modernen Campus zu schaffen, in dem alle Abteilungen miteinander vernetzt sind und in dem sich Projektteams immer wieder neu formieren können.“

perfekte verbindungen

Rund 70 Standorte in und um Hamburg prüfte das Unternehmen, schließlich fiel die Wahl auf das Gewerbegebiet Nordport in Norderstedt: „Wir haben hier nicht nur eine ideal große Fläche, sondern viele weitere sehr gute Rahmenbedingungen vorgefunden“, erzählt Gunnar von der Geest. „Das Grundstück durfte zum Beispiel nicht direkt an der Autobahn liegen, weil unsere Hightech-Geräte oftmals sehr vibrationsempfindlich sind. Die Nähe zum Flughafen hingegen ist perfekt, da die Hälfte der insgesamt 4.700 tesa-Mitarbeitenden im Ausland tätig ist und deshalb ein reger internationaler Austausch – nicht nur per Video-Konferenzen – herrscht. Zudem besuchen uns oft Geschäftspartner, um direkt vor Ort an der Entwicklung neuer Produkte mitzuwirken.“

neustart in norderstedt

Unter dem Claim „One Tesa“ startete tesa im September 2012 die größte Investition seiner Unternehmensgeschichte. Schon vor dem ersten Spatenstich wurde tesa von der NORDGATE-Stadt Norderstedt mit ihrer Wirtschaftsförderung EGNO umfassend unterstützt. „Die Chemie hat sofort gestimmt“, berichtet Gunnar von der Geest. „Die Verantwortlichen haben deutlich mehr getan, als uns nur das Areal zur Verfügung zu stellen. Sie haben sofort unsere Perspektive als Unternehmen eingenommen und in jeder Phase mitgedacht, was wir hier brauchen und wie man das realisieren kann.“ Dazu gehörte auch das Verständnis für die anfangs teils verhaltene Begeisterung der tesa-Beschäftigten. „Etlichen Mitarbeitenden fiel es zunächst schwer, den äußerst beliebten Hamburger Stadtteil Eimsbüttel zu verlassen. Die Stadt Norderstedt hat für uns eigene Stadtrundfahrten organisiert; das kam bei allen sehr gut an“, so Gunnar von der Geest.

logistische meisterleistung

Nach der dreijährigen Bauzeit folgte ab Juli 2015 in drei Etappen der Umzug der 1.000 Mitarbeitenden – eine logistische Meisterleistung, die auch kommunikativ nach dem Storytelling-Modell einer „Heldenreise“ begleitet wurde, um die Beschäftigten frühzeitig auf die Veränderung vorzubereiten und zu begeistern. Allein im Entwicklungsbereich mussten 90 Anlagen ab- und wieder neu aufgebaut werden. Der Umzug von 700 Büro-Mitarbeitenden fand inklusive aller IT-Technik und 7.000 Kartons an einem einzigen Wochenende statt. „Das war wie eine Operation am offenen Herzen, da wir ja permanent im vollen Umfang leistungsfähig bleiben mussten“, berichtet Gunnar von der Geest. „Ein Schild mit der Aufschrift ‚Wegen Umzugs vorübergehend geschlossen‘ an die Tür zu hängen, war keine Option …“

flexible räume, flexible teams

Schnell eroberte das neue Headquarter einen festen Platz im Herzen der tesaner und tesanerinnen. Benefits wie das große Betriebsrestaurant, ein Fitnessstudio, ein Parkhaus mit 600 Plätzen und Sanitärbereiche mit eigenen Duschen für Radfahrende lassen kaum Wünsche offen. Einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil bietet tesa vor allem das modulare Raumkonzept. „Im Zuge neuer Entwicklungen, zum Beispiel im Bereich E-Mobilität oder E-Commerce, müssen wir ständig neue Projektteams zusammenstellen“, so Gunnar von der Geest. „Unsere Beschäftigten können jetzt unkompliziert innerhalb des Hauses umziehen und sich sofort miteinander austauschen. Dieses Tempo ist im Markt ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“ Auch in Norderstedt sind die Mitarbeitenden gut angekommen; vor Ausbruch der Corona-Pandemie nahmen Teams zum Beispiel regelmäßig am Stadtlauf oder am Drachenbootrennen teil. tesa und Norderstedt – das scheint eine Verbindung zu sein, die noch lange hält!

haben sie fragen?

Norderstedt

Martin Brüdigam

Entwicklungsgesellschaft Norderstedt

+49 40 535 406 38

bruedigam@egno.de

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