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Erfolgsstory Jakob Thaler

Produktion Bad Bramstedt

Die Jakob Thaler GmbH produziert hochwertige Maschinen für die Verlegung von Erdkabeln. Seit 2015 ist das Unternehmen im Gewerbegebiet von Bad Bramstedt zu Hause – und heute erfolgreicher denn je. Nach der Übernahme durch die Schweizer Unternehmensgruppe Plumettaz und einem Generationswechsel an der Spitze stehen die Zeichen auf Wachstum weltweit.  

Noch immer leuchten die Kabelziehwinden, Kabelwagen und Umspulanlagen in strahlendem Blau. Der Farbton „RAL 5015" ist das Markenzeichen der Maschinen, die von Bad Bramstedt aus in die ganze Welt gehen. Hinzugekommen sind im Jahr 2022 neue Hightech-Geräte, mit denen hauchdünne Glasfaserkabel per Druckluft in dünnste Rohre geblasen werden. Die Maschinen stammen von Plumettaz, einem Weltmarktführer für diese Einblastechnik.

ziehen oder pusten? beides!

Die Schweizer Firmengruppe übernahm im November 2022 alle Anteile von Jakob Thaler.
„Unser Portfolio ergänzt sich einfach perfekt“, erklärt Katharina Loose, Geschäftsführerin von Jakob Thaler. Während ihre eigenen Maschinen schwere Stromkabel für die Energiebranche ziehen, ist im Bereich Telekommunikation mehr Feingefühl gefragt: Hier werden die empfindlichen Glasfaserkabel mittels Druckluft sanft durch die Rohre geblasen. Jakob Thaler vertreibt diese Technik nun auch in Deutschland und bietet somit sämtliche Lösungen für die Kabelverlegung aus einer Hand. „Wir produzieren und vertreiben nach wie vor Nischenprodukte“, so Katharina Loose, „aber welche, auf die moderne Infrastrukturprojekte nicht verzichten können.“
 

generationswechsel an der spitze

Ein weiterer wichtiger Schritt für Jakob Thaler war die Übergabe der Leitung von Brigitte Loose an ihre Tochter Katharina. Seit Oktober 2024 ist die 30-Jährige alleinige Geschäftsführerin. Die studierte Betriebswirtin und Managementexpertin hat zuvor bereits elf Jahre lang erfolgreich im Exportbereich des Unternehmens gearbeitet. Sie telefoniert täglich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen sowie Kunden auf der ganzen Welt, von den Vertriebsbüros in den USA bis zu Partnern in Osteuropa und im Mittleren Osten. Doch mit Bad Bramstedt fühlt sie sich immer noch eng verbunden: „Ich bin hier groß geworden. Für mich ist das einfach Heimat!“

über die a7 in die ganze welt

Über Heimatgefühle hinaus bietet Bad Bramstedt auch unschlagbare Standortvorteile. Auf einer Fläche von 13.200 Quadratmetern befinden sich Produktion, Lackiererei, Logistik, Büros und eine eigene Teststrecke für Schulungen und Vorführungen. Für das Exportgeschäft ist die Lage direkt an der Autobahn Gold wert: „Die Anbindung an den Hamburger Hafen ist für uns sehr wichtig, da wir viel international exportieren“, betont Loose. Ob Kabelverlegemaschinen für Saudi-Arabien oder Spezialequipment für Energieprojekte in Tennessee und Colorado – die Wege von der A7 in die Welt sind kurz. Rund 60 Prozent des Umsatzes wird heute im Ausland erwirtschaftet, wofür das Unternehmen nun zusätzlich auf das weltweite Vertriebsnetz der Muttergesellschaft in Singapur, den USA oder den Niederlanden zugreifen kann.

die zukunft zieht elektrisch

Doch auch der heimische Markt boomt. Große Infrastrukturprojekte wie die Stromtrasse „SuedLink”, bei der Windstrom per Erdkabel in den Süden transportiert wird, treiben die Nachfrage nach robuster Verlegetechnik an. In Sachen Nachhaltigkeit geht das Unternehmen ebenfalls voran: Mit der vollelektrischen Spillwinde „KE-SP 3050 E“ hat Thaler seine erste vollelektrische Winde auf den Markt gebracht. Vor allem in Skandinavien und den Niederlanden sind die emissionsfreien Geräte gefragt. „Wir haben uns rechtzeitig vorbereitet, um diesen Trend zu bedienen. Deutschland hinkt in der Nachfrage noch etwas hinterher, aber wir sind darauf vorbereitet, dass sie auch hier anzieht“, so Katharina Loose.

mit 60 mitarbeitenden zur marktführerschaft

Dass dieses Wachstum am Standort Bad Bramstedt stattfinden kann, liegt auch an der guten Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaftsförderung. „Beim letzten Treffen wurde uns zum Beispiel angeboten, die Wohnraumsuche für Fachkräfte aus dem Ausland zu unterstützen.“ Dies könnte durchaus hilfreich sein, denn das 50-köpfige Team soll bis zum Jahresende 2026 auf 60 Personen anwachsen. „Dann platzen wir hier langsam aus allen Nähten“, lacht Katharina Loose. Um die Kapazitäten optimal zu nutzen, treibt sie die digitale Produktionsplanung voran. Das Ziel ist jedenfalls klar definiert: Die Jakob Thaler GmbH möchte der führende Hersteller von Kabelverlegemaschinen in Deutschland werden – und damit beweisen, dass auch eine Nische beeindruckend groß werden kann.

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